Die Christusgemeinde Unter- und Obergrombach ist mit ihren rund 1.500 Gemeindemitgliedern die evangelische Pfarrgemeinde
in den Stadtteilen Unter- und Obergrombach. Sie gehört mit den beiden anderen evangelischen Gemeinden
- Paul-Gerhardt-Gemeinde Bruchsal Karlsdorf-Neuthard und Luthergemeinde Bruchsal Forst  - zur Evangelischen Kirchengemeinde Region Bruchsal.
Am Fuße des Michaelberges in einer traditionell katholisch geprägten Gegend gelegen, errichteten die evangelischen Christen im Jahr 1954 
die Gustav-Adolf-Kirche in Untergrombach. Hier werden unterschiedliche Gottesdienste gefeiert. Sie ist zugleich Treffpunkt für zahlreiche Gruppen und Kreise mit einer Fülle von Aktivitäten und Initiativen. Hierzu bietet die Gustav-Adolf-Kirche mit ihrem Kirchenraum und dem Giebelzimmer flexibel nutzbare Möglichkeiten.
Die Gottesdienste werden in 14-tägigem Wechsel jeweils in Untergrombach in der Gustav-Adolf-Kirche und in Obergrombach - von April (Ostern) bis Mitte November in der Schlosskirche (Privatbesitz) bzw. von Mitte November bis April (Ostern)  im katholischen Pfarrzentrum abgehalten.
Die Christusgemeinde ist Träger für die Kita Himmelszelt (erbaut und eröffnet 2024) mit fünf Gruppen und dem Kindergarten "Arche Noah" mit zwei Gruppen. Beide Einrichtungen liegen in Untergrombach. Unter einem Dach mit dem Kindergarten "Arche Noah" befindet sich auch das Pfarrbüro. 
 
Geschichte der Christusgemeinde Unter- und Obergrombach
Evangelische Christen gab es in den beiden katholisch geprägten Orten lange Zeit so gut wie nicht. Wenn, dann waren es Menschen, die aus den umliegenden Orten eingeheiratet hatten. Sie wurden bis 1887 von Weingarten aus betreut, dann wechselte die Zuständigkeit nach Bruchsal. Die fünf evangelischen Bürger Obergrombachs wurden ab 1926 von Heidelsheim betreut.
In Untergrombach gab es ab 1930 alle zwei Wochen einen Gottesdienst im Rathaus, wo der Konferenztisch zum Altar umfunktioniert wurde. Auch gab es ab 1949 evangelischen Religionsunterricht, welcher durch den Zuzug der nach dem Zweiten Weltkrieg aus den deutschen Ostgebieten geflohenen Protestanten nötig war. 1946 wurden 42 evangelische Kinder in Untergrombach gezählt.
Der starke Zuwachs war auch der Grund dafür, dass die Gemeinde ab 1954 als Diasporagemeinde Bruchsals geführt wurde. 1956 wurde sie Diaspora der neu gegründeten Paul-Gerhardt-Gemeinde Bruchsal. Der evangelische Bevölkerungsanteil wuchs in den folgenden Jahrzehnten weiter, so dass es am 1. Juli 1983 zur Gründung der selbständigen Gemeinde für Unter- und Obergrombach kam. Ihr wurde eine halbe Pfarrstelle zugeordnet, die andere Hälfte sah die Krankenhausseelsorge für die Fürst-Stirum-Klinik vor.
Am 1. April 1985 gab man sich den Namen "Christusgemeinde".
Als in den 1990er Jahren die Zahl der Gemeindeglieder deutlich sank, entschied Ende 1997 die Bezirkssynode im Rahmen einer generellen Umstrukturierung, die Pfarrstelle mit der Stelle der Paul-Gerhardt-Gemeinde zu vereinen und somit faktisch aufzulösen. Dagegen regte sich Widerstand in der Gemeinde. Es wurde ein Förderverein gegründet, der sich den Erhalt der Gemeinde und Pfarrstelle zum Ziel setzte. Ende 1999 konnte durch eine veränderte Strukturplanung und Berücksichtigung der vom Förderverein gesammelten Spenden eine Lösung gefunden werden. Somit konnte die Gemeinde selbständig bleiben.
In diese Jahre fiel auch der spendenfinanzierte Neubau des Pfarramtes in der Joß-Fritz-Straße. Im selben Gebäude wurde auch der Kindergarten untergebracht, der seit seiner Gründung im Februar 1994 in einem Provisorium Unterkunft gefunden hatte.
 
Quelle: Stadtwiki Karlsruhe
  
 
Geschichte der Schlosskirche Obergrombach
Die Obergrombacher Schlosskirche befindet sich im Eigentum der Familie von Bohlen und Halbach. Sie überlässt der Evangelischen Christusgemeinde Unter- und Obergrombach den Kirchenraum für die Feier von Gottesdiensten. 
 
Im Jahr 1844 wurde die katholische Pfarrkirche an die jüdische Gemeinde verkauft und zur Synagoge umgebaut. Nachdem die jüdische Gemeinde die Synagoge nicht mehr benötigte, wurde das Gebäude 1888 an die Familie von Bohlen und Halbach verkauft. Die übertünchten kunstgeschichtlich bedeutenden Fresken aus der Zeit des Speyrer Bischofs Johannes II. Nix von Hoheneck (1459–1464), die u. a. die Passionsgeschichte zeigen, wurden 1890 wieder freigelegt. Ein Großteil des Inventars aus der Zeit als Synagoge, darunter das Gestühl, die Leuchter und der Rest des Toraschreins, befinden sich nach wie vor in dem Gebäude und werden weiter verwendet. Hölzer des Dachstuhls konnten dendrochronologisch auf das Jahr 1447 datiert werden.
Quelle: Stadtwiki Karlsruhe
 
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