Worte an die Gemeinde

Andrea Knauber

Liebe Leserin, lieber Leser!

 

Ich liebe es, Wörter zu buchstabieren. Häufig tue ich das in der Schule, aber auch im Konfirmandenunterricht. Für mich, die ich Sprache liebe, ist das immer wieder neu eine Entdeckungsreise. So auch das Buchstabieren des Wortes „Konfirmation“. Sie finden es auf dem Titel dieses Gemeindebriefes, der nun, nach unserer Umstellung von vier auf drei Ausgaben jährlich, die Monate März bis Juni umfasst - und damit etwas umfänglicher als sonst ausfällt.

Ich weiß nicht, ob es ein Wort gibt, das Ihnen bei der Betrachtung des Wortes „Konfirmation“ gerade besonders nahe, wichtig, wertvoll erscheint. Ein Wort, das in Ihnen vielleicht ein Sehnen wachruft, Sie lächeln lässt, eine Erinnerung weckt, an die eigene Konfirmation damals - oder auch Fragen aufwirft. Das wäre nicht verwunderlich. Denn solche großen Worte, von denen wir als Christen leben, brauchen immer wieder mal ein Hinschauen und ein Befragen.

Das haben wir in der zurückliegenden Konfirmandenzeit auch getan. Wir haben die Wörter, von denen wir als Christen in der Kirche leben, angeschaut, haben sie nach ihrer Bedeutung und Relevanz für unser Leben heute befragt und auch mal hinterfragt.

Die Konfirmandenzeit – sie war eine gemeinsame Entdeckungsreise für uns. Unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden (und nicht nur ihnen) wünsche ich, dass sie es nie aufgeben, das Wort Konfirmation für sich weiter zu buchstabieren; dass sie nie nachlassen zu fragen, was alles in diesem Wort „Konfirmation“ für sie an Ermutigung und Zuversicht für ihren Lebensweg steckt.

Diejenigen, die das Fest der Jubelkonfirmation in unserer Gemeinde feiern und sich an ihre Konfirmation vor 50 und mehr Jahren erinnern, haben ganz offensichtlich nie aufgehört das Wort Konfirmation zu buchstabieren. Zu ihrer Lebenserfahrung gehört, dass es gut ist zu wissen, worin mein Leben gründet, was dazu notwendig ist und wem oder was mein klares Bekenntnis gelten muss. Gott, meinem Schöpfer, der sowohl die Konfirmanden und Jubelkonfirmanden wie auch Sie und mich für alle Zeit und in Ewigkeit mit seinem Segen treu begleiten wird.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete, von Gott begleitete Zeit!

Ihre Pfarrerin

Andrea Knauber 


Aktualisiert am 15. Februar 2018