Kirchenwahl 2019

Das Ältestenamt - keine Typfrage

Am 1. Advent 2019 werden in unserer Kirchengemeinde die neuen Kirchenältesten gewählt. Bereits jetzt werden geeignete Kandidatinnen und Kandidaten gesucht. Doch wer ist eigentlich der oder die Richtige für das Ältestenamt und was wird von den neuen Ältesten erwartet?  

Zunächst einmal: Die typische Kirchenälteste oder den typischen Kirchenältesten gibt es nicht! Der Ältestenkreis lebt davon, dass möglichst verschiedene Stimmen, Erfahrungen und Begabungen aus der Gemeinde zusammenkommen. Denn er soll ja die ganze Gemeinde und nicht nur einen Teil davon vertreten. Vielleicht bringen Sie genau das mit, was Ihrer Kirchengemeinde bisher gefehlt hat?  

Und „alt“ müssen die „Ältesten“ auch nicht sein. Denn wählbar ist jedes wahlberechtigte Gemeindemitglied bereits ab 16 Jahren. Wichtig ist vor allem eins: dass Sie Lust haben, verantwortlich in der Gemeinde mitzuarbeiten.  

Die Kirchenältesten bilden zusammen mit der Gemeindepfarrerin den Ältestenkreis. Die Größe des Ältestenkreises hängt von der Gemeindegröße ab. Bei uns sind das sieben Personen. Den Vorsitz übernimmt eine oder einer der Ältesten oder der Pfarrer bzw. die Pfarrerin. Der Ältestenkreis trifft sich in der Regel einmal im Monat.

Kirchenälteste

Möchten Sie sich im Ältestenkreis engagieren oder mehr über die Aufgaben erfahren? Wenden Sie sich an Ihr Pfarramt.

Weitere Informationen rund um das Thema Kirchenwahl finden Sie unter www.kirchenwahlen.de  

Einige der bisherigen Ältesten wurden im Blick auf die Kirchenwahl 2019 befragt, was sie zur Übernahme des Ältestenamtes für eine Wahlperiode von sechs Jahren oder mehr bewogen hat. Mit ihren Antworten möchten sie für das Ältestenamt werben und informieren: 

Was hat Dich motiviert, Älteste bzw. Ältester in der Christusgemeinde zu werden?  

Michael Biehl: Ich war damals mit meiner Frau gerade nach Obergrombach gezogen und wurde sofort angesprochen, ob ich Interesse am Ältestenamt habe, denn die Wahlen standen an. Da ich so offen empfangen wurde, neue Menschen am Ort kennenlernen wollte und der Kirche positiv gegenüber stand, habe ich „Ja“ gesagt und es bis heute nicht bereut. Es ist manchmal anstrengend, macht aber immer noch Spaß.  

Adelheid Liedtke: Ich wurde 2001 erstmals  gefragt. Zunächst schreckte ich zurück, denn ich war erst seit Kurzem Witwe und dazu noch neu zugezogen und hatte keinen Bezug zur Gemeinde. Meine christliche Prägung hat mich letztlich bewogen, mich zu engagieren. In dieser Zeit habe ich in der Gemeinde viele Menschen kennen und schätzen gelernt, Freundschaften sind entstanden. Ich habe die damalige Entscheidung nicht bereut und auch nach 17 Jahren bin ich gerne Kirchenälteste in unserer Gemeinde.  

Rainer Lindau: Auch bei mir gab es ein einschneidendes Ereignis in meinem Leben, das mich bewogen hat, Kontakt zur Gemeinde aufzunehmen. Dort wurde ich sehr offen und herzlich empfangen. Die Gottesdienste taten mir gut. Und besonders auch die Gespräche beim Kirchkaffee, die ich bis heute sehr schätze, haben mich bei meiner Entscheidung unterstützt. Ich wollte nicht nur nehmen, sondern auch geben und habe mich auf Anfrage für das Amt gerne zur Verfügung gestellt.  

Jutta Müller: Wir waren neu in Untergrombach, da wurden mein Mann und ich nach unserem zweiten Gottesdienstbesuch angesprochen, ob wir uns engagieren wollten. Bald war ich im Kindergottesdienstteam tätig. Ich lernte viele nette Menschen kennen, Freundschaften entstanden und schnell fühlte ich mich mit meiner Familie in der Gemeinde zu Hause. Inzwischen habe ich vielfältige andere Aufgaben übernommen, die gute Gemeinschaft ist geblieben. Sie hat mich auch dazu bewogen, das Ältestenamt zu übernehmen.

 Was, würdet ihr sagen, ist spannend am Ältestenamt?  

Als Älteste können wir das vielfältige Leben der Gemeinde gestalten und prägen. Gottesdienste feiern und am Gottesdienst mitwirken ist uns allen besonders wichtig. Genauso die Teamarbeit im Ältestenkreis gemeinsam mit der Pfarrerin und die gute Atmosphäre dort. Auch das Vertrauen, das wir in der Gemeinde erfahren, stärkt und motiviert uns in unserer Verantwortung.

Haben wir Sie  neugierig gemacht? Dann freuen wir uns, wenn Sie uns ansprechen!


Aktualisiert am 09. März 2019